Instagram im Literaturunterricht

Instagram ist aus dem Alltag vieler Jugendlicher nicht mehr wegzudenken. Das soziale Netzwerk gehört für sie zum täglichen Leben dazu wie das Zähneputzen. Warum sollte man sich also diese Plattform und ihre zahlreichen Features nicht auch als Lehrer*innen zu Nutze machen?

Instagram als Kommunikationstool

Seit dem Jahre 2010 ist Instagram auf dem Markt. 2012 wurde die App schließlich von Facebook aufgekauft. Seither erfreut sich die Onlineplattform zunehmender Beliebtheit, vor allem bei jungen Menschen. Und nicht nur das, der Marktwert der App schoss rasant in die Höhe und wächst auch weiterhin an. Kein Wunder, denkt man an die zahlreichen Influencer, die auf Instagram für alle möglichen Marken werben und damit Millionen verdienen. 

Doch Instagram ist viel mehr als eine Dauerwerbesendung. Für die jungen Menschen von heute ist die Plattform eines der Hauptkommunikationsmittel. Der eigene Instagram-Account ist einerseits Ausdruck der Persönlichkeit und andererseits Anzeige der Gruppenzugehörigkeit. Dazu bietet die Onlineplattform auch zahlreiche Möglichkeiten. Mithilfe von Filtern, Bildunterschriften, Likes, Kommentaren, Stories und, und, und bewegen sich die Jugendlichen durch ein riesengroßes Fotoarchiv.  Jeder verwendete Smiley, jedes gepostete Bild wird genauestens unter die Lupe genommen und bewertet. Die Anzahl von Likes, Kommentaren oder Abonennten ist nicht nur für Influencer und die, die es werden wollen, von großer Bedeutung. Auch viele Jugendliche messen daran ihren eigenen Wert, ihre eigene Beliebtheit. 

Instagram als Möglichkeit des visuellen Literaturzugangs

Auch für Schulzwecke kann die Nutzung von Instagram sehr lehrreich sein. Allen voran sind die Lernenden meist mit der App und ihrer Nutzung schon bestens vertraut. Das erleichtert die weitere Arbeit damit im Unterricht. Außerdem ist es wichtig, mit den Schülerinnen und Schülern über ihre Nutzungsgewohnheiten zu sprechen und zu reflektieren. Denn auch, wenn Instagram auf den ersten Blick sehr oberflächlich zu sein scheint, steckt oftmals doch noch viel mehr dahinter. 

Figurenaccount

Die Erstellung eines Figurenaccounts könnte beispielsweise im Rahmen von Lesetagebüchern verwendet werden. Dabei kann die Klasse verschiedene Instagram-Accounts erstellen, die dann aus der Sicht der Figuren betrieben werden. Somit wird beispielsweise der Protagonist oder die Protagonistin zum Leben erweckt. Sie oder er kann beispielsweise Bilder von Orten machen, in Stories ihren bzw. seinen Tagesablauf zeigen sowie über Kommentare und Bildunterschriften sich selbst ausdrücken. Das Gelesene wird mithilfe der Onlineplattform visualisiert. Texte und Bilder werden miteinander verknüpft. 

Figurenrede

Eine Steigerung bzw. Erweiterung des Figurenaccounts besteht darin, die Figuren über Instagram miteinander kommunizieren zu lassen. Der Schwierigkeitsgrad ist dabei jedoch recht hoch angesetzt. Doch es ermöglicht den Schülerinnen und Schülern auch, sich in die Figur und in das Geschehen besser hineinzuversetzen. Auch die Motive einer Figur werden damit verdeutlicht.

Abschließende Bemerkung

Die Nutzung von sozialen Medien wird an vielen Schulen kontrovers diskutiert und ist sogar an einigen verboten. Die Bundesländer haben dazu sehr unterschiedliche Regelungen. Aus diesem Grund sollte man sich als Lehrperson vorher dahingehend informieren. 
Trotz allem bietet Instagram für die Verwendung im Literaturunterricht einige Chancen. So kann beispielsweise Wertschätzung für eine erbrachte Leistung ganz anders gezeigt werden in Form von Likes oder Kommentaren

2 Gedanken zu “Instagram im Literaturunterricht

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