Lange Nacht der Wissenschaften

Wissenschaft und Forschung zum Anfassen

Am Freitag, den 5. Juli, findet die 18. Lange Nacht der Wissenschaften statt. Auch in diesem Jahr werden wieder unzählige Veranstaltungen in ganz Halle auf dem Plan stehen, die die Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg mit zahlreichen Partnern und der Stadt Halle zusammen organisiert hat.
Das Programmheft mit allen Infos liegt u.a. am Marktschlösschen aus. Online findet Ihr das Programm unter: https://www.lndwhalle.de

Auch das Germanistische Institut ist mit dabei!

Das Germanistische Institut der Martin-Luther-Universität Halle steht für das gesamte Spektrum der germanistischen Sprach- und Literaturwissenschaft und deren Didaktik von den Anfängen des Deutschen bis zur Gegenwart. Die verschiedenen Fachgebiete sind in zwei Gebäuden in der Innenstadt untergebracht: Die Literaturwissenschaft, Altgermanistik, Fachdidaktik Deutsch sowie Allgemeine und Vergleichende Literaturwissenschaft befinden sich in der Ludwig-Wucherer-Straße 2 und die Sprachwissenschaft und Deutsch als Fremdsprache im Institutsgebäude Luisenstraße 2.

Zur Langen Nacht der Wissenschaften bittet das Germanistische Institut ein buntes Potpourri an Lesungen, Präsentationen und Mitmachaktionen rund um die deutsche Sprache an. Für die ganze Familie ist etwas dabei. Einen kleinen Ausblick auf die angebotenen Programmpunkte findet Ihr bereits hier:

Geschichtliche Gegenwart? – Eine Reise ins heutige Bosnien und Herzegowina

Was? Präsentation
Wann? 17.00 bis 19.00 Uhr
Wo? Institut für Germanistik, Ludwig-Wucherer-Str. 2; EG, R 21
Wer? Studierende der Slavistik und Germanistik

Im Mai suchten Studierende der Slavistik und Germanistik aus Halle gemeinsam mit Kommiliton*innen aus Novi Sad (Serbien) und Sarajevo (Bosnien und Herzegowina) nach Geschichte, nach ihren Spuren und ihrem andauernden Wirken: Was erfährt man vor Ort noch über das legendäre, doch untergegangene Jugoslawien, das für die Idee des Postnationalen geehrt wurde und noch im Guten erinnert wird, das zugleich aber manchen als ‚Völkergefängnis‘ erschien und sich in einem zehnjährigen brutalen Krieg politisch aufspaltete? In Interviews mit Zeitzeugen und bei Recherchen vor Ort in Bosnien und Herzegowina gingen Studierende diesen Fragen nach. Währenddessen wurden die Erfahrungen und die Erträge in einem Blog zusammengetragen. Heute Abend reden die Studierende über die Fahrt, sie berichten von ihren Erlebnissen und von neuen Einsichten. Ein Projekt mit den Universitäten Novi Sad, Sarajevo und der Slavistik und der Germanistik der Universität Halle.

Buchstabensuppe und Russisch Brot …

Was? Kulinarisches Angebot
Wann? 18.00 bis 22.00 Uhr
Wo? Institut für Germanistik, Germanistische Sprachwissenschaft, Luisenstraße 2; Garten

… bieten wir sicher nicht an. Dafür aber frisch Gegrilltes – auch für Vegetarier und Veganer – und kühle Getränke. Unterstützt werden wir dabei von ProVeg-Regionalgruppe Halle/S. (https://proveg.com/de/regionalgruppe/halle-saale/) und VHG, der Veganen Hochschulgruppe Halle (https://www.vegan-in-halle.de/wp/aktiv/vhg/).

Das Nibelungenlied in 60 Minuten

Was? Lesung
Wann? 18.00 bis 19.00 Uhr
Wo? Institut für Germanistik, Ludwig-Wucherer-Str. 2; HS V
Wer? Dozenten der Abteilung Altgermanistik

„Uns ist in alten maeren wunders vil geseit…“ Eine spannende und kurzweilige Präsentation der bedeutendsten Heldendichtung des Mittelalters in mittelhochdeutscher Sprache.

Get in touch! Interaktiven Unterricht erleben

Was? Mitmachprogramm
Wann? 18.00 bis 22.00 Uhr
Wo? Institut für Germanistik, Germanistische Sprachwissenschaft, Luisenstraße 2; EG
Wer? Projekt [D-3] Deutsch Didaktik Digital

Wir laden ein, modernen Unterricht zu erleben! Das Projekt [D-3] Deutsch Didaktik Digital zeigt, wie ein interaktives Whiteboard im Unterricht eingesetzt werden kann. Wer Lust hat, kann selbst Hands-on diese ‚digitale Tafel‘ ausprobieren. Kleine Anwendungen und Programme stehen dafür bereit.

Wer denkt sich die Wörter aus? – Spielereien mit der wunderbarsten Erfindung des Menschen: Sprache

Was? Mitmachprogramm
Wann? 18.00 bis 22.00 Uhr
Wo? Institut für Germanistik, Germanistische Sprachwissenschaft, Luisenstraße 2; EG und Garten

Wer gern mit Sprache spielt, ist hier genau richtig. Egal ob 8 oder 80: Wir erfinden Wörter, sortieren Teekesselchen, erzählen Unfug beim Geschichten-Bingo, ordnen neue und alte Wörter um die Wette, raten Mundarten und bauen ein Dingsda. Wer weiß, vielleicht habt Ihr danach eine Idee, warum wir uns eigentlich laufend missverstehen oder warum wirklich jedes Wort zwei Seiten hat. Wer sein Lieblingswort mitbringt, darf es uns übrigens gern schenken – wir teilen es dann mit allen anderen Gästen. Und wer ein besonders hässliches Wort entsorgen möchte, wirft es in unsere Unwort-Tonne. Alle, die nicht so gern spielen möchten, sind aber ebenfalls willkommen: Die machen es sich einfach in unserer Sprach-Spiel-Bücher-Lese-Ecke gemütlich und finden vielleicht ihr neues Lieblingsbuch …

Die DDR im 21. Jahrhundert. Ostdeutsche Geschichte in der deutschsprachigen Gegenwartsliteratur

Was? Vortrag
Wann? 18.15 bis 19.15 Uhr
Wo? Institut für Germanistik, Germanistische Sprachwissenschaft, Luisenstraße 2; EG
Wer? Dr. Klaus Rek

In der Gegenwartsliteratur auch nach 2000 oder nach 2010 ist die DDR ein unverwüstlicher Dauerbrenner: regelmäßig Bestseller und Buchpreise, von Tellkamps „Turm“ und Ruges „In Zeiten abnehmenden Lichts“ bis Seilers „Krusoe“, und hinzu kommen regelmäßig Verfilmungen, flankiert von ganzen Fernsehserien, wie „1983“ oder „Weißensee“, und eigenständige Spielfilme, wie „Das Leben der Anderen“. Der Vortrag geht der Frage nach, was die Gründe dafür sind, welche typischen Varianten und Stereotypen es bei der literarischen Darstellung (und darüber hinaus) gibt und welche Funktionen diese Fiktionalisierungen einer untergegangenen Gesellschaft, eines untergegangenen Staates für das heutige Publikum und die bundesdeutsche Gegenwart haben könnten.

Kulinarische Gebäudenamen: Von Zuckerhüten im Ruhrgebiet und Bierkirchen in Mitteldeutschland

Was? Vortrag
Wann? 19.30 bis 20.15 Uhr
Wo? Institut für Germanistik, Germanistische Sprachwissenschaft, Luisenstraße 2; EG
Wer? Dr. Michael Reichelt

In diesem Vortrag werden Oikodomonyme (Gebäudenamen) unter dem Blickwinkel kulinarischer Namenspatrone hinsichtlich ihrer Etymologie und Bezeichnungsintension ausgewählter Städte aus dem deutschsprachigen Kulturraum analysiert. Ein Schwerpunkt der Betrachtung, dessen Wortliste einige Dutzend Gebäudebezeichnungen umfasst, soll dabei im mitteldeutschen Raum liegen. Der Ausgangspunkt der Analyse ist die These, dass es eine enge Beziehung zwischen Gebäudebezeichnungen und dem Wortschatzbereich der Küche gibt. Die Vermutung liegt nahe, dass es sich dabei vor allem um Namenszuschreibungen aus dem umgangssprachlichen Bezeichnungsbereich handelt, die verschiedene Motivationsstrategien und -motive enthalten. Wer interessiert ist, die Motive und Geschichten hinter diesen ungewöhnlichen Namenszuschreibungen zu erfahren, sei herzlich willkommen.

Rezepte in frühneuzeitlichen Handschriften – Von Männerkrankheiten, Magenschmerzen und Stuhlgang

Was? Vortrag
Wann? 19.30 bis 20.00 Uhr
Wo? Institut für Germanistik, Ludwig-Wucherer-Str. 2; HS V
Wer? Prof. Dr. Dr. Hans-Joachim Solms, Sylwia Kösser

Im Rahmen des Vortrags sollen verschiedene Rezepte aus der Wundarznei des Heinrich von Pfalzpaint, u.a. Rezepte für Männerkrankheiten, Magenschmerzen oder zum Beheben von Problemen beim Stuhlgang vorgestellt und vorgelesen werden.

Der Arme Ritter (Theaterstück nach Peter Hacks)

Was? Schauspiel
Wann? 20.30 bis 21.00 Uhr
Wo? Seminar für Slavistik, Adam-Kuckhoff-Straße 35; Seminarraum 1
Wer? Dr. Kai Lorenz und Studierende

Peter Hacks hat mit seinem Armen Ritter eine schillernde Figur geschaffen, die die Motive und Ideale der höfischen Literatur aufgreift, sie variiert, moderne Interpretationen zulässt und so eine Geschichte für alle Altersgruppen erzählt: Eigentlich fehlt dem Armen Ritter fast alles, was ein Ritter braucht, um ein Held zu sein: Seine Lanze ist zerbrochen, seine Hose zerrissen und seine Burg bröckelt vor sich hin. Das Wichtigste aber hat er doch: ein gutes Herz und Sinn für Gerechtigkeit. Aber ob das genügt, um den Drachen zu besiegen und vielleicht sogar die Prinzessin zu gewinnen? Vor zehn Jahren hat Klaus Rek die Tradition der Theateraufführungen dieses Stückes in den Altgermanistik-Einführungskursen an der Martin-Luther-Universität begründet, und mittlerweile sind diese freien und immer wechselnden Ausgestaltungen zum festen und freudig erwarteten Bestandteil jedes Wintersemesters geworden. Hier kommt die diesjährige Inszenierung nun noch einmal auf die Bühne – seien Sie gespannt!

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