Lyrics&Lyrik

Musik verbindet Menschen. Das ist auch am vergangenen Mittwoch, den 19.06.2019, im Rahmen der Veranstaltungsreihe „Deutschdidaktik im Dialog“ wieder deutlich geworden.
Die Liebe zur Musik hatte auch im Leben von Jürgen Krätzer einen festen Platz. Aus diesem Grund fanden sich an dem besagten Tag Kollegen, Studierende und Freunde zusammen. Nicht zuletzt, um gemeinsam großartigen Künstlern zu lauschen und sich in Gedenken an Jürgen Krätzer über Didaktik, Literatur, Gott und die Welt auszutauschen.
Heraus kam, neben angeregten Diskussionen und tiefgründigen Gesprächen, eine Playlist, die so vielseitig und abwechslungsreich ist wie das Leben selbst. Von Pink Floyd, über Peter Fox, bis Florence + the Machine ist alles dabei.

Hintergrund dieser Veranstaltung

Warum hat man sich ausgerechnet für diese Art Veranstaltung entschieden, um Herrn Jürgen Krätzer zu gedenken? Es ging nicht darum, um ihn zu trauern. Darum sollte es auch nicht gehen. Denn eine Trauerfeier wäre nicht in seinem Sinne gewesen.
Herr Ballod machte dies auch nochmal in seiner Ansprache direkt zu Beginn der Veranstaltung deutlich. Als die beiden anfingen, miteinander zu arbeiten, schienen sie nicht sonderlich viele Gemeinsamkeiten zu haben, so sagt er. Doch, wenn es um das Thema Musik ging, kamen Herr Ballod und Herr Krätzer schnell auf einen gemeinsamen Nenner. Und so wurden aus Kollegen Freunde, die zusammen unzählige Konzerte besuchten.

Der erste Song des Abends war Pink Floyds „High Hopes“. Dieses Lied hatte insbesondere für Herrn Krätzer eine tragende Bedeutung. Als großer Musikkenner- und liebhaber hegte er schon lange Zeit die Ambition, zu zeigen, dass die Musik vor allem von den Texten lebt. Dies wird besonders in der 230. Ausgabe von „die horen“ mit dem Titel „Klangspuren / Songs & Soundtracks“ deutlich. Darin setzte sich Herr Krätzer explizit mit dem Titel „High Hopes“ auseinander und eröffnete eine ganz neue Sichtweise auf die Lyrics.

Bereits die Einleitung der Zeitschrift bringt es auf den Punkt: „Jeder von uns wird mit der Zeit zu einem musikalischen Archiv, das aus unzähligen Tracks besteht: dieser einen Stimme, diesem einem Gitarrensolo, diesem einen Beat.“.

Doch ein Song kann so viel mehr, als einfach nur gehört werden. Die Lieder und ihre Texte hinterlassen Spuren. Es werden ganz unterschiedliche Erlebnisse und Erfahrungen mit ihnen verknüpft. Und damit wären wir wieder am Anfang dieses Beitrags angelangt: Musik verbindet Menschen.

Playlist des Abends

Nach der Dämmerung das Licht

Quelle: 230. Ausgabe von „die horen – Zeitschrift für  Literatur, Kunst und Kritik“ mit dem Titel „Klangspuren / Songs & Soundtracks.“ ausgewählt und zusammengestellt von Uwe Kolbe, Jürgen Krätzer & Stephan Turowski