Tipps rund um das Schreiben von Hausarbeiten

Vorab ist natürlich eine Tatsache festzuhalten: Alle unsere Tipps beziehen sich auf die Organisation und Kontrolle des Schreibens – das Schreiben selbst kann Euch niemand abnehmen!

Häufig fühlen wir uns lustlos, sitzen vor dem berühmten leeren Blatt oder glauben, dass wir noch genug Zeit haben, wenn wir später anfangen. So vergehen die Tage und Wochen und ehe wir uns versehen, bricht die letzte vor der Abgabefrist an. Kein Wunder also, dass die ein oder andere Arbeit vielleicht nicht ganz unseren üblichen Leistungen entspricht.

Ein paar kleine organisatorische Anregungen sollen Euch dabei helfen, den inneren „Schweinehund“ zu überwinden und endlich anzufangen!

 

Vorbereitung

Das Stichwort hier ist einfach anfangen! Umso mehr Ihr euch verkrampft, desto schneller fehlt Euch die Motivation und Ihr gebt auf.

 

Also beginnt ganz klein:

Geht Eure gesammelten Aufzeichnungen und Themengebiete des Seminars/der Vorlesung etc. noch einmal durch. Markiert Euch die Themen, die Euch wirklich interessieren. Notiert Euch die Literaturhinweise und beginnt, Euch einen grundlegenden Überblick zuzulegen. Unser Tipp: Legt Euch dazu Exzerpte der gelesenen Texte an! Zu aufwändig? Auf keinen Fall! Denn so könnt Ihr wichtige Inhalte schnell nachvollziehen und auch später den Überblick behalten. Das Thema ist nach wie vor spannend? Es gibt genügend (aktuelle) Literatur? Sehr gut! Dann könnt Ihr in die „Tiefe“ gehen.

 

Eine Fragestellung entwickeln:

Eine gute Hausarbeit sollte sich immer um eine Fragestellung bzw. ein Problem herum konzentrieren. Zieht nun Eure Exzerpte zu Rate! Manchmal ergeben sich die Probleme von ganz allein, in anderen Fällen, können Euch die Autoren dabei eine Orientierung bieten.

Es ist wichtig, nicht gleich in Panik auszubrechen, wenn die Fragestellung etwas mehr Zeit in Anspruch nimmt. Im Notfall gilt: Besprecht Euch mit den Betreuer*innen – sie helfen in jedem Fall.

 

Weiterführende Literatur suchen:

Nachdem Ihr eine konkrete Fragestellung entwickelt habt, solltet Ihr über genügend Literatur verfügen. Dabei gilt jedoch: Qualität vor Quantität! Es hilft weder Euch noch den Dozent*innen eine große Liste an Literatur anzufügen, wenn sie letztlich nicht hilfreich ist oder etwa stark veraltet. Die Literatur sollte in der Lage sein, Eure Annahmen zu stützen oder zu wiederlegen. Dabei kann sie natürlich auch neue Blickwinkel eröffnen. Die Angaben durch Texte „aufzuwerten“, die nicht verwendet wurden, hilft selten.

Nutzt für Eure Recherche neben den Möglichkeiten der Bibliothek auch externe Kataloge oder Angebote wie Google Scholar. Natürlich ist auch Wikipedia für einen ersten Überblick erlaubt. Wichtig ist: Prüft Eure Quellen!

Abschließend: Die zu Beginn einer Arbeit recherchierten Quellen sind keine statisch festgelegte Größe. Sie verändern sich genauso wie Eure Gedanken beim Schreiben. Also seid offen und erweitert oder verändert sie auch noch wenige Tage vor der Abgabe, wenn es sinnvoll erscheint.

 

Der Schreibvorgang

Nachdem das Thema sowie die Fragestellung entwickelt wurden und eine erste Basis an Literatur recherchiert wurde, kann der Schreibvorgang beginnen.

Dazu ist es sinnvoll, den Vorgang entsprechend der Fragestellung zu untergliedern. Was genau soll wie, in welcher Reihenfolge dargelegt werden und warum? Entsprechend dieser Überlegungen ergibt sich eine erste grobe Gliederung der Arbeit, die im Laufe des Schreibvorgangs natürlich immer wieder zu überarbeiten ist.

 

Immer in kleinen Häppchen schreiben!

Wenn Ihr alle Eckpunkte geklärt habt und nun endlich schreiben wollt, ist es ratsam, sich weder zu über- noch zu unterfordern. Legt zu Beginn einen zeitlichen Rahmen fest, den Ihr strikt einhaltet. Plant dazu regelmäßige Pausen ein und lasst Euch in dieser Zeit nicht ablenken oder zu anderen Dingen verleiten.

 

Korrektur und Überarbeitung

Wir alle haben einmal gelernt, dass das Schreiben von Revisionen lebt und sich der Text ständig neu entwickelt. Warum sollte das bei einer Hausarbeit anders sein? Plant also genügend Zeit für eine Überarbeitung ein! Lasst den Text dazu ruhig ein paar Tage ruhen – das verändert den Blickwinkel und gibt Euch die Möglichkeit, ihn ganz neu zu betrachten.

 

Teamwork ist gefragt!

Jeder Mensch lernt und arbeitet anders. Dennoch ist es mehr als hilfreich, sich eine Schreibgruppe zu suchen. Wieso? Zunächst ist es ein gutes Druckmittel gegen sich selbst, wenn andere um das Schreiben wissen. Des Weiteren können Euch andere dabei helfen, die Perspektive zu wechseln und neue Aspekte Eures Themas zu entdecken. Nicht zuletzt ist es immer ratsam, weitere Personen die Arbeit lesen zu lassen. Denn umso häufiger wir auf einen Text schauen, desto schneller geschieht es, dass wir Fehler übersehen.

 

Planen ist der Schlüssel

Legt Euch einen Arbeitsplan zu!  Haltet darin den Tag, Eure Ziele und die erreichten Punkte fest. Markiert Euch den Abgabetermin. Auf diese Weise habt Ihr immer einen Überblick, welche Aufgaben noch zu erledigen sind und wie viel Zeit Euch bleibt.

 

Nützliche Tools

Wir alle wissen, dass es nicht ganz leicht ist, ständig am Ball zu bleiben und sich nicht abzulenken. Wie wäre es also mit ein paar Apps und Funktionen für das Smartphone?

 

  • Google Drive und ähnliche Programme helfen Euch dabei, kollaborativ Texte zu korrigieren
  • Apps zum Fokussieren helfen Euch dabei, die Finger vom Smartphone zu lassen
  • Apps für Mindmaps etc. zum Strukturieren der Gedanken
  • Apps für einen Arbeitsplan helfen, den Überblick zu behalten
  • Citavi oder andere Programme zur Sammlung und Strukturierung von Literatur sind perfekt, um Zitate, Quellen und Themen einander zuzuordnen

 

Weitere nützliche Hinweise zu verschiedenen Tools für Studium und Lehre erhaltet Ihr auf folgender Seite: Justine Schöne. Forschung – Lehre – Abenteuer.

 

Auf den Punkt gebracht

  • einfach anfangen und nicht verkrampfen
  • einen Überblick verschaffen
  • Fragestellung entwickeln
  • Literatur recherchieren
  • einen Zeitplan erstellen
  • gemeinsam Schreiben
  • die Arbeit in machbare Abschnitte einteilen
  • genügend Zeit für die Korrektur einplanen
  • den Kontakt zu den betreuenden Dozent*innen suchen

 

Viel Erfolg 🙂